Schon in der Ankündigung des Kampfes gegen Fast Eddie wurde durch das Wortspiel mit dem Namen des Publikumslieblings Wladimir Klitschko eine gewisse Stimmung verbreitet. Klitsch-K.O. konnte man von überall her vernehmen, und das K.O. sollte auch Programm sein. Als der Kampf begann, waren alle Zuschauer und Fans einig: Das würde nicht lange dauern. Dann aber stellte sich heraus, dass es doch tatsächlich alle 12 Runden sein würden, die die Zuschauer für ihre Karte oder ihre Geduld mit den Werbepausen zu sehen bekommen würden.
Wladimir Klitschko dominierte den Kampf gegen Eddie Chambers von der ersten Runde an; auch wenn es in einigen Momenten aussah, als würde eher Wrestling als Boxen auf dem Programm des Abends stehen. Dies erklärte auch Bruder Vitali nach dem Kampf mit einem leichten Lächeln, bezugnehmend auf diverse Hebefiguren während des Kampfes. Jede Runde konnte der sympathische Weltmeister für sich entscheiden, doch das angekündigte K.O war schon beinahe auszuschließen. Zu sehr war der Kopf in den Kampf integriert, wohl um nicht der gerühmten Schnelligkeit des US-Amerikaners Chambers zum Opfer zu fallen. Sogar von einem Schachspiel im Ring war die Rede. Es war klar, Klitschko würde gewinnen. Dass es doch noch zum Sieg durch Knock out kommen würde, überraschte am Ende. Ein Volltreffer an die Schläfe streckte den deutlich kleineren und leichteren Boxer zu Boden.
Der Herausforderer, Eddie Chambers, musste sich in das Düsseldorfer Uniklinikum zur Nachkontrolle begeben, stand aber wenige Sekunden nach seiner Niederlage schon wieder auf eigenen Füßen. Zwar musste der Amerikaner seine Heimreise verschieben, weil die Ärzte Flugverbot erteilten, doch weitere gesundheitliche Schäden waren durch den Schlag von Doctor Steelhammer, wie Klitschko auch genannt wird, nicht zu befürchten.
